Schnupperkurs (Motivation 5)

Viele Eltern denken, dass Schachspielen sehr schwierig zu vermitteln ist. Wenn die Kinder die Chance bekommen, den Schachkurs zu beschnuppern, wundern sich die meisten Eltern gewaltig. Sie denken, mein Kind ist doch sehr klein, wie kann es denn so begeistert sein? Auf diese Frage bekommen die Eltern von ihren eigenen Kindern die Antwort. Ihre Kinder beobachten den Schachlehrer genau, weil sie wissen wollen, ob er nett und lieb ist. Sie wollen sich in den ersten Stunden mit dem Schachlehrer vertraut machen. Wer das Gefühl hat, dass der Schachlehrer den Unterricht nicht gut gestaltet, der kommt nicht wieder. Wenn die Kinder zufrieden sind, erzählen sie zuhause, dass der Schachlehrer den Unterricht lustig gestaltet. Sie merken, dass sie ein Thema gut verstehen. Nur auf diese Weise können die Kinder durch den Schnupperkurs begeistert werden.

Zweitklässler, die erste Erfahrungen mit dem Schachunterricht machen wollen, sollten sich zuerst einen Eindruck vom Unterricht, vom Schachlehrer und der Atmosphäre verschaffen. Die ersten zwei Wochen sind für Schachlehrer der wichtigste Teil des gesamten Projektes, mit dem die Kinder für den Schachunterricht gewonnen werden. Wenn der Schachlehrer nicht in der Lage ist, mit den Kindern umzugehen, gehen diese Kinder schon in den ersten zwei Wochen für immer verloren. Manche Kinder bewegen sich sehr gerne, andere möchten halt ein ruhiges Spiel lernen. Was bringt die Kinder zum Schachlernen? Am Anfang mit Sicherheit nicht der Unterricht, sondern der Schachlehrer. Diese Erfahrung habe ich immer mit den Zweitklässlern im Schnupperkurs gemacht

Danach entdecken die Kinder das neue Spiel und versuchen motiviert die Züge nacheinander zu lernen. Ich habe immer wieder die Erfahrung gemacht, dass 98 Prozent der Kinder, die den Schnupperkurs im Schach machen, dabei bleiben. Die Begeisterung der Kinder beweist den richtigen Umgang mit ihnen im Schnupperkurs. Vor fast vier Jahren hat mir eine Mutter von der Hohwart Grundschule zum Beispiel erzählt, ihr Sohn wollte überhaupt nicht zum Schnupperkurs kommen. Sie hätte ihm gesagt, er solle einfach hingehen und es ausprobieren. Wenn es ihm kein Spaß mache, müsse er nie mehr hingehen. Die Mutter war sehr überrascht, dass ihr Kind, das nicht einmal zum Schnupperkurs kommen wollte, schon in der erste Woche für immer dabei bleiben wollte. Nach fast vier Jahren ist er immer noch dabei und macht seinen Schachunterricht am Immanuel-Kant-Gymnasium weiter. Diese Mutter hat mir drei Jahre später erklärt, dass ihr Kind sich in vielen Hinsichten geändert hat. Der Junge wurde selbstbewusster und umgänglicher als vorher.

Wenn Sie der Meinung sind, dass Ihr Kind temperamentvoll und nicht für den Schachunterricht geeignet ist, geben Sie bitte nicht auf. Schicken Sie es einfach zum Schnupperkurs. Wem der Unterricht nicht gefällt, der braucht ja nicht zu bleiben. Aber einen Versuch ist es allemal wert.

Turniere

Turniere spornen die Kinder an und motivieren sie zum Weiterkommen. Jedes Kind möchte gerne in der Tabelle möglichst oben stehen. Durch die Konkurrenz können sich die Kinder hervorragend entwickeln. Sie sind stolz darauf, dass sie bei den verschiedenen Turnieren mitmachen dürfen. mehr...


Der Anfang

Die Idee, Schachunterricht an den Schulen zu vermitteln, basiert auf folgenden, mit dem Deutschen Schachbund in Berlin abgestimmten Überlegungen: Das Schachspiel kann in vielerlei Hinsicht dazu beitragen, dem zentralen Problem von Lernstörungen bei Kindern und Jugendlichen mehr...


Schachhefte

Ich weiß aus langjähriger Erfahrung, dass die Schachhefte die Kinder stark motivieren weiterzumachen. Sie schließen ein Heft mit einem Diplom ab und nach einer Prüfung bekommen sie eine Urkunde. mehr...


Stempel

Der Stempel ist eine tolle Motivation für Grundschulkinder. Wenn die Kinder die Aufgaben gelöst haben, werden sie von mir korrigiert und die Fehler werden eingekreist. Nachdem sie die falschen Antworten korrigiert haben, bekommen sie einen Stempel. mehr...


Pädagogik

Um zu verstehen, welche Bedeutung die Pädagogik für mich hat, muss man etwas über mich wissen. Ich wollte mich im Iran frei bewegen und frei äußern. Da ich Mitte 86 die Möglichkeit im Iran nicht gesehen habe, musste ich den Iran leider für immer mehr...



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