Die weltbesten Spieler vor Einführung der offiziellen Weltmeisterschaftskämpfe


Das moderne Schach entstand etwa um 1475 vermutlich im spanischen Valencia durch Änderung der Gangart von Läufer und Dame. An diesem Prozess wesentlich beteiligt waren die Literaten Francesc de Castellví, Narcis Vinyoles, Bernat Fenollar und Francesch Vicent. Dies dürften auch die besten Spieler ihrer Zeit gewesen sein. Zeugnis dieser frühesten Entwicklungsphase ist das katalanische Schachgedicht Scachs d'amor.[1] In der Folge erschienen gedruckte Schachabhandlungen von Juan Ramirez de Lucena und Pedro Damiano, welche an diese Tradition anknüpften.[2] Um die Mitte des 16. Jahrhunderts galt der Spanier Ruy López de Segura als bester Spieler der Welt. Er wurde im Jahre 1575 am ersten internationalen Schachturnier der Geschichte am Hofe des spanischen Königs Philipps II. in Madrid vom Sizilianer Giovanni Leonardo da Cutro geschlagen.


Viswanathan Anand

15. Fide Weltmeister (2007 bis jetzt)
Geboren am 11.12.69 in Tamil (Indien)

Als Spezialität Anands gilt das Schnellschach. Er spielte in seiner Jugend auch seine Turnierpartien in atemberaubendem Tempo, wofür er in Indien den Spitznamen „Lightning Kid“ erhalten hat. Besonders beeindruckend ist seine Siegesserie beim Schnellschachturnier der Chess Classic, das bis zum Jahr 2000 in Frankfurt am Main stattfand und seit 2001 in Mainz ausgetragen wird. Heute gilt der Sieger dieses Turniers, das oft die Form eines Zweikampfs hatte, als inoffizieller Schnellschach-Weltmeister. Außer in den Jahren 1996, 1999 und 2009 gewann Anand es jedes Jahr, im Jahr 2008 schon das neunte Mal in Serie und mit den Siegen von 1997 und 1998 das insgesamt elfte Mal. Seit 2006 wird dieses Schnellschachturnier von einem Finanzunternehmen öffentlich als Weltmeisterschaft betitelt und gesponsert. Mit dem FIDE-Schnellschach-Weltmeistertitel aus dem Jahr 2003 und seinen 11 Schnellschach-Turniersiegen bzw. Titelverteidigungen bei der Frankfurt Chess Classic und der Chess Classic Mainz ist Anand zwölffacher Weltmeister im Schnellschach; Anfang August 2009 aber holte sich Lewon Aronjan diesen Titel.

Gewinn des WM-Titels 2007 und weitere Erfolge

Anand mit der Sieg-Trophäe nach der Weltmeisterschaft 2008

2007 gewann er das Traditionsturnier von Morelia/Linares (acht Teilnehmer, doppelrundig) mit 8,5 Punkten aus 14 Partien. Bei zwei weiteren Turnieren in Wijk aan Zee (5. Platz) und Dortmund (4. Platz) schnitt Anand gut ab, war aber jeweils hinter Weltmeister Kramnik platziert. Im WM-Turnier von Mexiko-Stadt (13. bis 29. September 2007) siegte Anand mit 9,0 Punkten aus 14 Partien vor dem Zweitplatzierten Wladimir Kramnik und erreichte den Höhepunkt seiner Karriere: Durch seinen Sieg bestieg Anand den Gipfel der wiedervereinigten Schachwelt, löste Wladimir Kramnik ab, und wurde 15. Schachweltmeister in Kontinuität seit Wilhelm Steinitz.

Nach seinem geteilten dritten Platz im ersten „Super-GM-Turnier“ des Jahres 2008, in Wijk aan Zee im Januar, wiederholte Anand seinen Vorjahreserfolg in Morelia und Linares: mit 8,5 Punkten aus 14 Partien gewann er mit einem halben Zähler vor Magnus Carlsen. Im Oktober 2008 verteidigte Anand seinen Weltmeistertitel durch einen 6,5:4,5-Sieg bei der Schachweltmeisterschaft 2008 in Bonn gegen Wladimir Kramnik. Bei der Schachweltmeisterschaft 2010 verteidigte er gegen Wesselin Topalow seinen Titel mit 6,5:5,5. Mit einer Elo-Zahl von 2817 (Stand: März 2011) steht er auf dem 1. Platz der FIDE-Weltrangliste.[6]

as für seine gute Vorbereitung spricht. Die Diagrammstellung war am 24. Januar 2008 auf der Titelseite der Frankfurter Allgemeinen Zeitung abgebildet.


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